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8.Dezember
PFA Trg. EDTD 2018
Der Wettergott war auf unserer Seite – Bericht vom Training der PFA in Donaueschingen 2018. Auch in diesem Jahr hat die Precision Flying Association Switzerland wieder zu einem verlängerten Trainingswochenende nach Donaueschingen eingeladen. Und diesmal war auch das Wetter voll auf unserer Seite, was in den vergangenen Jahren nicht immer so war. Somit konnten wir vom 4. bis 6.Mai an 3 Tagen alle geplanten Parcours für den Präzisionsflug und das Air Navigation Race fliegen – ein sehr gutes Training für die kommende Saison! Und als Zugabe erhielten wir am Montag, den 7.Mai noch eine Einweisung in den Navigationsflug (auch als Rallyeflug bekannt) nach deutschem Reglement. Wir konnten dann am gleichen Tag noch einen Parcours dieser Art fliegen. Worum geht es? Im Allgemeinen geht es beim Präzisionsflug um das möglichst genaue Abfliegen einer vorgegebenen Strecke zu einer exakten Zeit. Dabei gilt es zusätzlich, Zeichen am Boden zu erkennen und auch Fotos von der Landschaft zu identifizieren. Je besser man räumlich und zeitlich diese Strecke einhält, umso weniger Strafpunkte gibt es. Und die richtigen Beobachtungen von Fotos und Zeichen zählen natürlich ebenso für die Wertung. Jede Disziplin beginnt mit der theoretischen Planung – die Strecke wird auf der Karte eingezeichnet, dann werden die Kurse gemessen und anhand einer Vorgabe für den Wind werden Geschwindigkeit über Grund und Zeiten berechnet. Die Karte wird mit den Kursen und Überflugzeiten präpariert. Dann geht es ab in die Luft, wo der vorbereitete Kurs abgeflogen wird. Die Beobachtungen werden in der Karte notiert. Nach der Landung werden die Beobachtungen ausgewertet und die Flugstrecke mit Überflugzeiten wird mit Hilfe eines GPS-Loggers ausgewertet. Ein weiterer Teil der Disziplinen sind Ziellandungen, also möglichst auf den Meter genau auf einer markierten Schwelle landen. Dies konnten wir allerdings in Donaueschingen nicht üben. Die einzelnen Disziplinen Präzisionsflug, Air Navigation Race und Navigationsflug unterscheiden sich letztendlich in der Länge des Parcours und den Zeitvorgaben sowie am unterschiedlichen Planungsaufwand in der Vorbereitung. Der Sinn hinter diesem Sport ist die Verfeinerung der Fähigkeiten, die eigentlich jeder Pilot in seiner PPL-Ausbildung gelernt hat: Planung mit Karte und Kompass und exaktes Fliegen nach der Karte, nur eben noch etwas genauer als bisher gewohnt. In Zeiten, in denen in jedem Cockpit quasi ein i-Pad vorhanden ist, droht diese Fähigkeit immer mehr abhanden zu kommen. Neben dem Spass am Fliegen und an der Navigation kam an dem Wochenende natürlich auch die Kameradschaft nicht zu kurz: wir unterstützten und sich gegenseitig bei der Planung und helfen uns mit dem Material aus. Und nach dem gemeinsamen Abendessen haben wir dann die Flüge ausgewertet und lebhaft über die Strecke und ihre Tücken ausgetauscht. Auch das internationale Flair war wieder beeindruckend mit Teilnehmern aus Finnland und sogar aus Litauen. Ein besonderes Highlight war diesmal die Begleitung durch einen professionellen Kameramann, dessen Firma sich bereit erklärt hat, für uns einen Werbefilm zu drehen. Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis. Insgesamt kann man sagen: Donaueschingen war wieder ein voller Erfolg – und ein sehr guter Einstieg ins Fliegerjahr. Martin Schwingeweitzen